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DVD „Wenn Steine sprechen könnten - unentdecktes Chemnitz“
ein Film von Dr. Hans-Dieter Langer, Niederwiesa,
in Zusammenarbeit mit Ing.-Büro Poppe, Chemnitz

Anliegen des Films

Im Jahr 2002 habe ich mein Buch „Die Schatzkammern von Chemnitz“ veröffentlicht und mit diesem eine umfangreiche Dokumentation und Interpretation des großen Bestands an nicht bergbaulichen unterirdischen Hohlräumen im Chemnitzer Untergrund vorgenommen. Ich ging darin auch auf die mysteriösen Hohlraumvorkommen in ganz Mittelsachsen und darüber hinaus ein. Die archäologischen Untersuchungen im ausgedehnten Bestand in Chemnitz, der von Archäologen teilweise in das Jahr 1394 datiert worden ist, und vor allem die historischen Recherchen im Chemnitzer Schriftgut, das bis in das 15. Jahrhundert zurück geht, führten mich darin zur wissenschaftlich fundierten Kritik an der „Bierthese“, wonach die ursprüngliche Herstellung der unterirdischen Gänge erst in der Zeit nach dem Jahr 1511 erfolgt sein soll. Das war tatsächlich die Zeit als man kühle Räume für die Reifung und Lagerung des untergärigen Bieres benötigte. Die Nutzung auch für diesen Zweck ist zwar unbestritten, doch hat im Buch insbesondere eine topologische Auswertung von Notizen der städtischen Steuereinnehmer im 15. und 16. Jahrhundert in Verbindung mit dem bislang ersten verfügbaren Stadtplan von Chemnitz aus dem Jahr 1761 (Trenckmann-Plan) ergeben, dass es bereits frühere Nutzungen gegeben hat. Um dieses für den historischen, nicht bergbaulichen Hohlraumbestand im Freistaat Sachsen so fundamentale Forschungsergebnis so anschaulich wie möglich zu machen, wurde in Zusammenarbeit mit dem Ing.-Büro Poppe und mit Schülern der Fortis-Akademie Chemnitz im Jahr 2010 der Film „Wenn Steine sprechen könnten … unentdecktes Chemnitz“ (DVD, ca. 70 min; u.a. 3D-Animationen ausgewählter Hohlraumbestände und der ummauerten Altstadt) fertig gestellt. Hier erlebt man zudem in unterhaltsamer Weise die touristisch bedeutsame Faszination der unterirdischen Kultur- und Naturschätze aus einer ungewohnten und geheimnisvollen Perspektive, eingerahmt in erdgeschichtliche Ereignisse bis hin zu futuristischen Visionen.

Die Uraufführung fand am 30. März 2010 in Chemnitz statt. Daran nahmen rund 100 Menschen teil, die - angefacht durch Adi Jacobi aus Chemnitz - viel Beifall spendeten. Es folgten Aufführungen in der Chemnitzer Schönherr-Fabrik anlässlich der Langen Nacht der Industrie (10. bis 12. September 2010), im restaurierten Kino Welt-Theater zu Frankenberg am 16. Oktober 2010 und vor der Innung der Schmiede-Handwerker in Hartmannsdorf am 16. November 2010. Geplant ist die nächste Aufführung am 28. Januar 2011 im Mensa-Treff an der Technischen Universität Chemnitz, Reichenhainer Str. 55. Auch wird es im Frühjahrssemester 2011 eine Aufführung in Zusammenarbeit von Volkshochschule und Stadtbibliothek Chemnitz im DAS tietz geben.

Die kleine Bildergalerie soll an die Entstehungsgeschichte des Films und an die ersten Vorführungen erinnern sowie zugleich zur Teilnahme an kommenden Vorführungen einladen.

Sächsischer Verein für Forschung

Kriechgang

Salzkammern

Periskop

Plakat

Vortrag

Kino Frankenberg

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F.M.
25.12.2010