Erste Wünschelrutenausstellung der Welt
H.-D. Langer, Niederwiesa


Text veröffentlicht in: Zeitschrift für Radiästhesie, 53. Jgg., Nr. I (2001) S.1-4.


Am 29.Januar 2000 öffnete die „Erste Wünschelrutenausstellung der Welt" im Schloss Lichtenwalde bei Chemnitz ihre Pforten. Sie ist als ausbaufähige Dauerausstellung konzipiert, kann aber auch auf Reisen gehen. Gegenwärtig ist sie in das Haus des Autors gezogen, denn das prächtige Barockschloss am Standort der alten Burg wird vom Freistaat Sachsen saniert.

Tatsächlich ist die Ausstellung das erste umfassende Ereignis seiner Art und trägt den Untertitel „Physik und Radiästhesie“. Genau dieser Zusammenhang bildet nämlich die Grundlage für den ziemlich mutigen Schritt des Veranstalters, des Sächsischen Vereins für Forschung e.V.

Das Interesse der Bevölkerung, die im allgemeinen kaum einen Bezug zu Wünschelrute und Pendel kennt, übertraf alle Erwartungen. Das ist selbstverständlich die beste Rechtfertigung für ein gewagtes Unternehmen. Tausende sind gekommen, haben an Führungen teilgenommen oder belagerten den Pendel-Tisch. Sicher ist der eine oder andere ein wenig erschrocken ob der hohen Dichte „krank machender Störzonen“ in einem Raum. Doch die Visualisierung der „Erdstrahlen im Schlafzimmer“ - Hat es das schon einmal irgendwo gegeben ? - entsprach genau der Absicht, ungeniert die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Seit mehr als 70 Jahren weist die Radiästhesie bereits auf dieses Problem hin. Aber viel zu viele Menschen glauben sich leider immer noch unbetroffen.

Übrigens ist es durchaus für den Physiker ungewöhnlich, aber zugleich sehr ermutigend, wenn aus einer größeren Gruppe von Menschen, die eben 2 Stunden lang (!) seiner Führung durch die Ausstellung gefolgt sind, Stoßseufzer etwa der Art ertönen: „Ich hätte nicht gedacht, daß Physik so interessant sein kann.“ Nun hat die Physik die naturgesetzlichen Grundlagen der Radiästhesie noch längst nicht im Griff,

aber sie beginnt eben zu greifen. Am Beispiel der Neutronotropie wird selbstverständlich auch dem Laien bewusst, dass es dahingehend eigentlich schon „fünf nach zwölf" ist. Die Ausstellungsabteilung „Das Elend der Bäume“ zeigt anhand der Wunderbäume der Erde, dass da ein unbewältigtes bzw. - noch schlimmer - weitgehend unerkanntes Grundsatzproblem der größten Lebewesen besteht. Könnte das nicht auch mich betreffen?

Die Anwendung von Wünschelrute und Pendel sind außerordentlich vielgestaltig und zugleich anhaltend vielversprechend. Meistens greift jedoch die Assoziation der Wassersuche. Brunnen sind zwar aus der Mode geraten, doch erinnert man sich oft noch daran, dass der Großvater im Zusammenhang damit vom Rutengänger gesprochen hat. Die Ausstellung bricht selbstverständlich nicht mit dieser Tradition, denn die Wasserader ist schon eine der ganz großen Erfolgsstorys der Radiästhesie. Die zuständige Abteilung „Chronik der Radiästhesie“ weist darauf hin, dass Moses mit dem Stab längst nicht der erste einschlägige Muter war, denn die Spur führt bis auf Felsenzeichnungen der Steinzeit zurück.

Doch wie das? Frau Emmy Kittemann soll Heilquellen punktgenau in 240 m Tiefe festgestellt haben. Und Hans Schröders Treffsicherheit beim Festlegen von Brunnenstandorten - dort in den Entwicklungsländern, wo man sie noch dringend braucht - soll mehr als 90 % betragen. Ja, die Bundesrepublik Deutschland beschäftigte doch tatsächlich einen der erfolgreichsten Wünschelrutengänger, und das zum Segen der

Ärmsten. Wie nützlich könnte es gleich sein, wenn der Staat nach dem A („Wünschelrutenreport“, 1989), auch B sagen würde! Das in der Sache eher konservative Deutschland hat nämlich entsprechende Traditionen zu verteidigen, und der deutschsprachige Raum hat manchen hervorragenden Radiästheten hervorgebracht!

Nach dem 1. Rutengänger-Kongreß der Welt (1911 in Hannover) wurde nun mit der Ersten Wünschelruten-Ausstellung der Welt ein neuer Meilenstein gesetzt.

Das geschah nicht ganz grundlos gerade in Sachsen, aus dessen Hauptstadt Dresden bekanntlich der berühmte Pendelforscher Prof. Johann Karl Bähr, 19 Jhd., herkommt. Hier im Erzgebirge und seinem Vorland wurde nämlich das Silber, Abteilung „Der eigentliche Schatz der Wettiner“, buchstäblich mit der Wünschelrute gehoben. Kein geringerer als der Begründer der Montanwissenschaft und Bürgermeister von Chemnitz, Georgius Agricola (z.B. „De re metallica“, 1555) hat das unmissverständlich und für alle Zeiten dokumentiert. Drei Wünschelrutengänger für die Lagerstättenerkundung und vier produzierende Bergarbeiter, also das tatsächliche Aufwandsverhältnis im Bergbau, zeigt sein berühmtes Bild, das noch immer in der einschlägigen Literatur um den Globus geht. Er mag es verändern haben wollen, aber noch 200 Jahre nach ihm ging es nicht anders. Die Abteilung „Wünschelrute und Bergbau“ zeigt u.a. Dokumente, quasi die DIN z.B. des 18. Jahrhunderts, wonach der Wünschelrutengänger und sein Ergebnis zu handhaben waren. Übrigens musste er seinerzeit bei seiner Tätigkeit festgestellte Erzgänge im chemischen Sinne klar unterscheiden. Keine Investorenbranche hätte Jahrhunderte lang ein Gewerbe geduldet, das nicht in diesem Sinne erfolgreich gewesen wäre. Silberkuxe hatten schließlich Silber zu bringen! Es ist Ironie der Zeit, wenn heute ein zuständiger Professor von der Kanzel Gegenteiliges predigt, um dann heimlich die Wünschelrute zu benutzen.

Überhaupt, auch die entschiedensten „Gegner der Radiästhesie“ haben in der Ausstellung einen Ehrenplatz bekommen.

Wie erfolgreich könnten gar die Archäologen sein, wenn sie sich - wie wenigstens zeitweise in England- mit erfahrenen Rutengängern zusammentun würden. Die Abteilung „Spurensuche“ lädt dahingehend zum Staunen ein. Schaudern kann es einen dagegen im umfangreichen Ausstellungsrevier „Geheimnisvolle unterirdische Gänge“. Die Ortung unterirdischer Hohlräume ist eine bemerkenswerte radiästhetische Spezialität. Viele (!) Kilometer nicht bergbaulicher unterirdischer Gänge bilden allein im Chemnitzer Stadtgebiet und im angrenzenden Lichtenwalder Burgberg einen unerhörten Bestand bis in Tiefen von 20 Metern. Das Thema ist eine der Forschungs-richtungen des Vereins, wobei man auch schon mal die Wünschelrute nutzt. Auch deshalb wurde die Ausstellung genau in diesem historischen Umfeld geboren. Der Verein stellt sein sogenanntes „Siedlungsphysikalisches Modell des 10. Jahrhunderts“ solcher Objekte zur Diskussion, die man vorzugsweise in dem riesigen Gebiet Sachsen-Thüringen-Nordbayern an vielen Stellen antrifft.
Demnach könnte Heinrich l. in seiner für das spätere Deutschland schicksalhaften Auseinandersetzung mit den Ungarn zu diesem unterirdischen Angriffsmittel in jener militärischen Pufferzone gegriffen haben. In der Ausstellung werden auch Führungen in die sagenumwobene Unterwelt gleich nebenan angeboten. (Der Verein engagiert sich für die öffentliche Erschließung solcher Anlagen, z.B. die Unterirdischen Gewölbegänge im Kaßberg zu Chemnitz).

Große Ausstellungsflächen zu den Themen „Architektur der Jahrtausende“ und „Symbol-Signale aus der Urzeit“ lassen das Herz eines jeden in der Geomantie bewanderten ebenso höher schlagen wie der unbedarfte Besucher unweigerlich nachdenklich wird. Denn, warum Bauwerke genau an den Orten, wo Feinstrukturen der terrestrischen Kernstrahlung und der kosmischen Mikrowellenstrahlung anstehen?

Im Revier „Physikalische Messungen dort, wo die Wünschelrute ausschlägt“ setzt die Ausstellung die allmählich überzeugenden Antworten auf brennend aufkommende Fragen. Sollten die Menschen, ob Heiden, Christen oder anders Religiöse, seinerzeit ihren sakralen Standort (z.B. den Ort der Kraft ?) in bestimmten Feldstrukturen gesucht und gefunden haben ? Was sind sakrale Effekte? Wo kommen die physikalischen Felder her? Bitte schön, sagt die Ausstellung, dazu haben die Geophysik, die Astrophysik und die Biophysik längst die Leitlinien aufgezeigt. Die Hauptforschungsrichtung, auf die der Verein auch unter Einbeziehung radiästhetischer Verfahren zielt, bezeichnet er als Siedlungsphysik (oder Physikalische Geschichte). Man darf abwarten, ob sich aus diesem Begriff einst ein anerkanntes Teilgebiet der Physik entwickeln wird. Die Ausstellung hat jedenfalls keine Probleme und stellt ungeniert die Abteilung „Grundlagen und Ergebnisse der Siedlungsphysik“ vor. Da bilden plötzlich die Kreuzung sakraler Linien, der heilige Solitärbaum, der Steinkreis, der Menhir, die Heilquelle, der Tempel, die romanische Kirche und die Spontanheilung am Wallfahrtsort in aller Welt eine sich abzeichnende physikalisch verständliche Einheit dar.

Diagnose und Therapie“ - die Ausstellung wagt, wie gesagt mutig, einen ordnenden Einstieg. Die vielen Heilpraktiker und Ärzte, die sich für die hier erhaltenen Informationen und Anregungen inzwischen bedankt haben, rechtfertigen die Herangehensweise allemal. Es ist unzweideutig ein Verdienst der Radiästhesie, seit langem eindringlich auf Krankheit und Krebs als Standortproblem aufmerksam gemacht zu haben. Die klassische Medizin tut sich da weiterhin schwer. Deshalb lässt man in der Ausstellung gleich erst einmal die (radiästhetisch unbedarfte) Statistik zu Wort kommen, die seit den entsprechenden Untersuchungen von Sanitätsrat Dr. Hager (1931) in Stettin unzweideutig das „Krebshaus“, genauer gesagt Krebsbett, belegt. Statistik ist schließlich frei von Vorurteilen und zudem physikalisch relevant. Aber was ist der "Gute Platz" der Frau Käthe Bachler?

Fragen über Fragen werfen auch Heilkräuter, Heilsteine, Heilwasser und Heiler u.s.w. auf. Ganz verlegen ist da die Ausstellung trotzdem nicht. Physikalisch brauchbare Antworten sind sicher Biophotonen, d.h., charakteristisch strahlende Strukturen der Materie sowie ihre Anregungsenergien und daraus folgende ordnende Prozesse im molekularen Niveau der Organismen. Mit den entsprechenden Ordnungsstrukturen des Wassers haben wohl auch die Homöopathie und viele andere alternative Diagnose- und Therapierichtungen zu tun. So jedenfalls will es die Ausstellung zum Ausdruck bringen. Und ist nicht z.B. die Kirlian-Fotografie ein erster Zugang zu Aura, Heiligenschein und Reaktionsabstand? Ein erster Ansatz ist das schon, aber das elektromagnetische Geschehen des menschlichen Körpers - wovon so vieles vorerst nur radiästhetisch zugänglich ist - reicht über das gesamte Spektrum von niedrigsten zu höchsten Frequenzen. Fünf Sinne reichen nicht und die natürlichen Anregungsenergien sind alle da, meint die Abteilung „Das intelligente Meßsystem Mensch“, und eigentlich sind Wünschelrute und Pendel im wesentlichen nur die Zeiger. Mancher braucht nicht einmal das, der andere arbeitet mit der Rute zum Zerbrechen und Dritte finden für jede radiästethische Fragestellung eine spezielle Zeiger-Lösung. Das macht die Präsentation „Historische Galerie der Wünschelruten und Pendel“ so attraktiv, wenngleich mancher Besucher in der irrigen Annahme zur Ausstellung kommt, dass sie sich mit diesem Thema erschöpft.

Die Wünschelruten-Teststrecke diente zugleich einem wissenschaftlichen Zweck. Ausgewählt und mit einem Bandmaß ausgelegt wurde nämlich ein 20 m langer Korridor im Ausstellungsbereich, den eine Wasserader etwa im rechten Winkel kreuzte. Der Verein bemühte im Vorfeld fünf voneinander unabhängige Rutengänger, die u.a. erfolgreich in der Praxis Brunnenstandorte suchen. Ihre Anzeigen in der Teststrecke lagen sämtlich bei (12,0 +/- 0,3) m. Dann wurden die Orte der Rutenausschläge von Besuchern (kurze Anleitung im Umgang mit der Winkelrute) - und hier lag gerade der wissenschaftlich relevante Reiz des Blindversuches darin, dass sie fast alle keinen persönlichen Umgang mit der Rute kannten - ebenfalls registriert und grafisch ausgewertet. Man sah, dass sich bereits bei der Zahl von 178 Besuchern, die den Test mitgemacht haben, eine brauchbare Statistik abzeichnete. Der Hauptpik lag bei 12 m.


Noch ein Wort zum Umfeld der Ausstellung. Zahlreiche Besucher wollen es nun auch inzwischen genauer wissen und meldeten sich zu angebotenen Anfänger- und Fortgeschrittenenkursen an oder suchten Beratung z.B. zum Schlafplatz-Problem, Feng-Shui oder Auspendeln von Lebensmitteln. Erfahrene Rutengänger möchten den Umgang mit der Neutronotropie mit in ihr Repertoire aufnehmen. Auf diese Anliegen hatte sich der Autor von Anfang an eingestellt, denn der „Neutronen-Garten zu Niederwiesa“ bietet dazu ein ebenso romantisches wie lehrreiches Ambiente.

Besonders offen ist die Erste Wünschelruten-Ausstellung der Welt für Anregungen und Mitarbeit einschlägiger Experten. Das Terrain ist, wie gesagt, nicht abgesteckt. Wer eine gute Idee hat und mitmachen will, ist herzlich willkommen. Über die Fachliteratur, das INTERNET und persönliche Kontakte sind uns zahlreiche Erfahrungsträger in aller Welt bekannt. Sie alle sind eingeladen, vorbei zu kommen oder durch eigene Gestaltung auch ganzer Abteilungen (das kann man auch aus der Ferne tun), durch Leihgaben von Exponaten und Büchern, durch Vorträge oder auch durch Schilderung radiästhetischer Erlebnisse mitzumachen.




Stand: 28.11.02

F.M.