Das Besondere am Standort der Großen Eiche von Ivenack

Zur Veröffentlichung eingereicht im Oktober 2003 bei der Zeitschrift für
Geobiologie/Wetter-Boden-Mensch

1. Einführung

In verschiedenen Veröffentlichungen, u.a. bereits in einem Vortrag anlässlich der Jahrestagung 1998 des Berufsfachverbandes der Geopathologen, wies der Autor auf die Besonderheiten im Wuchsverhalten von Bäumen auf einer sternförmigen Leykreuzung hin. Im physikalischen Modell versteht er diesen Standort als Sternkreuzung mehrerer „aktiver paralleler Doppelrisse“ der Erdkruste, H.-D. Langer (1998). Zwei benachbarte Risse sind demnach dann „aktiv“, wenn sie als natürliche Neutronen-Wellenleiter wirken, z.B. H.-D. Langer (3/2003).

Die Bewegungsphysiologie des Baumes müsste aufgrund der bisher in der Biologie als dominant angesehenen Geotropie und Phototropie zu einer exakten Axialsymmetrie führen, was zwar in der Natur zu beobachten ist, doch begegnet man eher mehr oder weniger deutlichen bis kolossalen Abweichungen. Dies führte den Autor zur Entdeckung der Neutronotropie, die nach seinen Beobachtungen, wenn sie einmal an einem Standort wirkt, sehr viel stärker sein kann als alle anderen Tropien zusammen.

Dieses Phänomen der Neutronotropie ist u.a. auf den sehr hohen effektiven Qualitätsfaktor (z.B. R. Stephan) zurückzuführen, der das Neutron unter allen pathogenen Strahlenarten mit Abstand hervorhebt.

Eine Existenz natürlicher Neutronenstrahlen, auf die der Autor ebenfalls immer wieder aufmerksam macht, bringt auch die Auseinandersetzung mit den entsprechenden lebenserhaltenden Reparaturprozessen nach M. Molls (2002) zumindest aus der Sicht des Baumes in ein völlig neues Licht. Für ihn können Neutronenstrukturen am Standort sowohl überaus destruktive als auch äußerst konstruktive Konsequenzen haben. Wir verdanken den Bestand an Baumveteranen, die auf der ganzen Welt verehrt werden, offenbar nicht allein dem Baumschutz, sondern eben gerade diesen natürlichen konstruktiven Neutronotropie-Effekten. Die Große Eiche von Ivenack ist dafür ein exponiertes Beispiel.

2. Die Große Eiche von Ivenack



Die mächtigste Eiche des naturparkartigen Tiergartens von Ivenack hat einen Ehrenplatz insofern bekommen, dass sie gemäß Bild 1a, auf Rasen frei stehend, kreisrund von einem niedrigen Gatter und von einem breiten Gehweg umgeben worden ist. So kann man sie im gehörigen Abstand rundum bewundern oder den Platz von einer Bank am äußeren Wegesrand aus genießen.

Eine Tafel informiert über die Geschichte der angeblich 1.200 Jahre alten Huteeiche. Der Baum wirkt trotzdem gesund, obgleich gewisse Wuchserscheinungen - wie 10o-Schrägwuchs, abgestorbene Äste, Beulen und Wülste am Stamm, blattlose Bereiche in der Krone, s. auch Bild 1b - nicht zu übersehen sind. Das hohe Alter fordert halt seinen Tribut, heißt es.


Bild 1: Überaus vital und zugleich geheimnisvoll kränkelnd begegnet uns die Große Eiche von
Ivenack, doch hat sie die Zeit sehr viel besser als ihr unmittelbarer Nachbar überstanden.




Wie es auch anders zugehen kann, zeigt im Bild 1 gleich nebenan die mumifizierte Leiche eines Eichenbaumes, der es immerhin noch auf einen Stammdurchmesser von fast 2 m gebracht hatte, s. auch Bild 2. Offenbar „zog“ dieser Baum nach und nach in Verbindung mit Borkenverlust fast seine gesamte Lebenszone „zurück“, bis seine Sterbestunde relativ plötzlich eingetreten ist. Jedenfalls steht der Stammrest völlig nackt da, und im Fußbereich deuten Holzerosionsspuren in Verbindung mit einer merkwürdigen Stammkrümmung in der Höhe sowie dem mit der Großen Eiche nahezu übereinstimmenden Schrägwuchs - wie vor allem in Bild 1a und 1b erkennbar - bereits die Fallrichtung an. Auch die anderen Eichenveteranen im Park sind teilweise stark von der Neutronotropie geprägt und deshalb ausgezeichnete bio- bzw. siedlungsphysikalische Studienobjekte.


Bild 2: Im abgestorbenen Nachbarn der Großen Eiche von Ivenack steckte vor 100 Jahren noch Leben (b). Im
Vordergrund des Auszuges einer Darstellung aus der Abhandlung von F. Schlie, 1902, handelt es sich
um einen dritten Baum. Der untere Stammbereich zeigt im Bestandsfoto (a) deutlich den Drehwuchs.
Das hier ebenfalls wesentliche Profil des oberen Stammabschnitts entstand als Phantom durch
Bildbearbeitung, da dieser beim Fotografieren durch Äste und Blattwerk verdeckt gewesen ist.


Die besondere Wirkung der Großen Eiche bzw. ihres Standortes auf Menschen wurden bereits oft beschrieben, fotografiert und gemalt. Nüchtern stellen S. Kühn u.a. (2002): „Mit 12,40 m Umfang, einer Höhe von 35 m und einer Holzmasse von 180 Festmetern ist sie unangefochten Deutschlands dickste, natürlich aufgewachsene, einstämmige Eiche.“ K.-H. Kerll (2002) ordnet sie in seinem Buch über Energie-Plätze in einer umfangreichen Tabelle von „Speziellen Orten und Plätzen“ als „tausendjährige Eiche“ ein.

3. Radiästhetische Untersuchung des Standortes

Für die Vermessung des radiästhetischen Befundes erwiesen sich das ebene Gelände und der umlaufende Weg als sehr günstig (Fehlertoleranz im dm-Bereich). Trotzdem steckt fast eine Tagesarbeit dahinter, denn es wurden sehr viele „Strukturen“ festgestellt. Dem Autor ging es vor allem um die Bestimmung der Ley- und Neutronenmoden-Situation mit Hilfe der Wünschelrute.



Gemäß Bild 3 steht der Baum im Kreuzungsbereich von 8 (!) relativ breiten Leys. Im Bild sind die Schwerpunktlinien der Leys bzw. deren durch den Mittelpunkt der Baumscheibe laufende Parallelen strichpunktiert gezeichnet und nummeriert worden. Die fett gedruckten Zahlen in Klammern bedeuten in Metern den Abstand D der aktiven Doppelrisse, s. auch
H.-D. Langer (1998), die den jeweiligen Ley bestimmen. Zu beachten ist also, dass die Schwerpunktlinien der Leys sogar in der Mehrzahl außermittig (!) liegen, wie man das in der Natur auch erwarten muss. Entscheidend für die Bestimmung der Zähligkeit des Standortes (hier 8) ist seine Lage zwischen allen betreffenden aktiven Doppelrissen. Es kann auch vorkommen, dass ein aktiver Doppelriss am Standort endet, s. H.-D. Langer (1998) und Bild 8 b, weshalb er in die Zähligkeit nur mit ½ eingeht.


Bild 3: Der Standort der Großen Eiche ist durch die sternförmige Kreuzung von 8 Leys geprägt, deren
festgestellte Breiten in m als fett gedruckte Zahlen in Klammern angegeben sind. Die strichpunktierten
Schwerpunktlinien der Leys treffen sich in Wirklichkeit natürlich nicht im Zentrum des Baumstammes,
s. H.-D. Langer (1998), vielmehr entstand die Skizze durch ihre Parallelverschiebung.





Die Modensituation der Großen Eiche wird durch die senkrechte Lageprojektion der fett ausgezogenen Linien in Relation zur Baumscheibe am Fußpunkt des Stammes in Bild 4 anschaulich gezeigt. Einige äußere Moden wurden in der annähernd maßstäblichen Zeichnung weggelassen, da sie aufgrund der Entfernung praktisch keinen Einfluss mehr haben dürften. Zur Orientierung dienen wieder die strichpunktierten Schwerpunktlinien der Leys bzw. ihre entsprechenden Parallelen. Die aktiven Doppelrisse liegen sämtlich außerhalb der Bildränder.


Bild 4: Die Große Eiche ist von zahlreichen Neutronenmoden umgeben (kesselförmiges Muster). Nur relativ
wenige Moden kreuzen die Baumscheibe. Durch die hohe Modenkonzentration auf der einen Seite (im
Bild unterer Bereich) flüchtet der Baum durch ca. 10o Stammneigung in Pfeilrichtung. α ist der Winkel
zwischen benachbarten Leys.


Auf einen Blick wird hier das Besondere der Modensituation des Standortes deutlich: Trotz der 8-zähligen Leykreuzung und der damit verbundenen hohen Anzahl von Neutronenmoden - es wurden insgesamt an 84 festgestellt - ist der Stamm in der senkrechten (!) Projektion „nur“ von etwa 10 Moden direkt betroffen. Alle anderen liegen im Grundriss noch außerhalb und präsentieren der Kreatur somit nach H.-D. Langer (2/2003) ein ungewöhnlich ausgedehntes Neutronenminimum. An einigen Stellen der Stammperipherie kommt es allerdings bereits zur massiven Berührung mit Neutronenstrahlen. Es sind genau jene Bereiche, von denen sich der Baum auf seiner neutronotropen Flucht um ca. 10o weg neigt, s. Pfeil, bzw. neutronotrop mit z.T. mächtigen Beulen eine Abwehr eingerichtet hat, s. ebenfalls H.-D. Langer (2/2003) und Bild 1b.

In geringer Entfernung von der Großen Eiche steht die oben zitierte Baumleiche mit deutlichem Drehwuchs, in der Darstellung aus dem Jahr 1902 noch Leben. Auch sie befindet sich auf einer sternförmigen Leykreuzung, jedoch mit viel geringerer Zähligkeit. Die strichpunktierte Schwerpunktlinie des Leys der Großen Eiche mit der Nr. 8 zeigt gemäß Bild 5 in genau diese Richtung, d.h., jener Ley gehört auch zur Leykreuzung des benachbarten Baumes. Insoweit sie dessen unmittelbaren Standort betreffen wurden die zugehörigen Neutronenmoden und die zweier weiterer Leys eingezeichnet. Dabei entsteht eine völlig andere Modensituation als im Fall der Großen Eiche, wie man sich beim Vergleich mit Bild 4 leicht überzeugen kann. Die Auseinandersetzung mit einer sehr viel höheren Neutronenbelastung hat offenbar zum frühen Tod dieses Baumes wesentlich beigetragen.



Bild 5: Die Ley- und Moden-Situation - hier nur eine Auswahl der inneren Neutronenmoden - der
abgestorbenen Eiche ist eine völlig andere (eher Schachbrett-Muster) als die ihrer Nachbarin. Der Ley Nr. 8 der Großen Eiche ist mit seinen Neutronenmoden auch Bestandteil des Standortes der Baumleiche.


4. Vergleich mit anderen Baumstandorten

Die Zähligkeit eines aktiven Doppelrisssterns in Verbindung mit den relativen Ley-Winkeln α, s. Bild 4, und die laterale Lage der Moden innerhalb des jeweiligen Leys, den die beiden zuständigen parallelen Risse ausmachen, führen bei senkrechter Projektion auf die Erdoberfläche zu charakteristischen Mustern. Ist ein solcher Solitär-Standort, s. H.-D. Langer (1998), von einem Baum besetzt, so ist auch dessen Wuchscharakteristik davon maßgeblich geprägt. Zusätzliche Effekte, wie das Auftreten von Teilstrahlen, s. H.-D. Langer (1/2003), und die im allgemeinen schräge Ausbreitungsrichtung der Neutronen innerhalb der geführten Welle (Mode), haben weitere Wuchseffekte zur Folge, wobei auch die Verhältnisse in der
3. Dimension vom Baum zu beachten sind. So zeigt die Krone des Nachbarbaumes der Großen Eiche einen jener merkwürdigen Knicke, die vom Autor in H.-D. Langer (2/2003) als charakteristische Fluchtreaktion vor schräg im Raum anstehenden Neutronen-Teilstrahlen eingestuft worden ist.

Prinzipiell ist somit jedes dieser Standortmuster anders. Trotzdem sind einige typische Muster und zugehörige Baumformen auszumachen. Des Autors Systematik kennt bisher an 70 Typen. Hier sollen einige charakteristische Beispiele vorgestellt werden, s. Bild 6.



Bild 6: Einige typische schematisch Muster von Neutronenmoden und Neutronen-Teilstrahlen, die an ihrem
von einem Baum besetzten Standort charakteristische Stamm- bzw. Baumformen hervorbringen (a ideales Kesselmuster; b und c weitere, speziellere Kesselmuster; d Stern-Muster; e Schachbrett-Muster; f Kesselwall-Muster; g und h zwei- bzw. einzähliges Teilstrahl-Pyramidenmuster)


Der Standort der Großen Eiche von Ivenack ist vom eher kreisförmigen Kessel-Muster geprägt, s. Ikone in Bild 6 a im Vergleich mit Bild 4. Die Neutronenmoden lassen jedenfalls eine innere kesselförmige Fläche weitgehend frei. Wenn diese Fläche völlig frei und groß genug ist, handelt es sich um den idealen Solitärstandort. Die gewaltigen Abmessungen und die ungebrochen hohe Vitalität der Großen Eiche belegen solche Argumente in beeindruckender Weise, obgleich in ihrem Fall noch einige durchgehende Moden anstehen. Weicht der Kessel vom kreisförmigen zum ovalen bzw. trapezförmigen Format ab, so wird sich beim Dickenzuwachs der die Kesselgrenzen erreichende Baumstamm infolge neutronotroper Flucht anzugleichen versuchen. Der Stamm wird im Querschnitt z.B. oval oder brettartig, s. Bild 6 b und c sowie Bild 7.



Bild 7: An der Großen Buche von Schönerstadt (a) und an der Hanneloren-Eiche von Limbach-Oberfrohna (b) wurden radiästhetisch spezielle Kesselmuster festgestellt. Dabei fallen an den durchweg über 2 m dicken Baumstämmen die relative Regelmäßigkeit (allerdings sehr niedriger Kronenansatz) im Fall der Buche ins Auge und der mit ca. 60 cm Breite recht erhebliche Rückzug der Lebenszone (zugleich Drehwuchs und abgestorbene Krone) im Fall der Eiche genau dort auf, wo vier Moden mit offensichtlich einseitig schräger Neutronen-Flugrichtung den Baumstamm kreuzen. Der Standort des im Egerland fotografierten Baumes mit Brettwuchs (c) wurde nicht im Detail untersucht, zeigte jedoch überschlägig eine Modensituation gemäß Bild 6 c.


Haben wir gemäß Bild 6 d eine Sternkreuzung der Moden eher in der Mitte (Stern-Muster), so wird sich am Standort insbesondere bei senkrechter bzw. nur leicht geneigter Flugrichtung der Neutronen in den Moden in der Regel ein hohler Solitärbaum entwickeln, s. Bild 8 a .



Bild 8: Sie gilt als älteste Eiche des Odenwaldes (a) und ist vollkommen hohl, was mit dem beobachteten Stern-Muster der Modenverteilung ebenso gut korreliert, wie der Rückzug großer Teile der Lebenszone. Es steckt zwar noch Leben in der gewaltigen Kreatur, allerdings nur noch gemäß einem Borken-Flächenanteil von ca. 25 %. Auch die Linde auf der Augustusburg bei Chemnitz (b) soll bereits vor 600 Jahren erwähnt worden sein. Sie ist entsprechend dem radiästhetisch festgestellten Schachbrett-Modenmuster ein Brüderbaum. Die vier Stämme sind jeder für sich zudem innenseitig hohl und neigen sich in Pfeilrichtung vom Zentrum weg. 800 Jahre soll die mächtige Hunrod-Eiche bei Stollberg im Harz gelebt haben, um dann binnen weniger Jahre vollkommen abzusterben. Die ermittelte Kesselwallstruktur der Moden, also der plötzliche Tod im Inferno der Neutronen, könnte sehr wohl die einzige Erklärung dafür sein.


Das Schachbrett-Muster - vgl. Bild 6 e und Bild 8 b - ist die denkbar ungünstigste Situation, wie das Beispiel des Nachbarn der Großen Eiche in den Bildern 1, 2 und 5 eindrucksvoll belegt. Es bringt aber auch den Brüderbaum hervor, die äußerste Fluchtleistung, zu der ein Baum vermöge seines Wurzelwerkes in der Lage ist. Er kann so zentrumsnahe wie möglich mehrere Baumstämme in den verfügbaren relativen Neutronenminima erstellen. Ein solches Beispiel stellt gemäß Bild 8 b die berühmte Linde auf der Augustusburg dar.

Ein zunächst ideales Kessel-Muster mit hoher Zähligkeit - d.h., besonders hohe Wuchskraftverstärkung - kann allerdings auch zur plötzlichen Todesfalle für den Baum werden, z.B. im Fall der Hunrod-Eiche in Bild 8 c, wenn er beim forschen Dickenzuwachs ringsum nahezu zeitgleich den Kesselrand erreicht, der zudem umlaufend von besonders zahlreichen Neutronenmoden wallartig umgeben ist (f mortales Kesselwall-Muster).

Einzelne schräge oder mehrere sich pyramidenartig schräg im Raum kreuzende Teilstrahlen (Teilstrahl-Pyramidenmuster unterschiedlicher Zähligkeit, Ikonen-Beispiele in Bild 6 g und h dargestellt) sind für das einfache bzw. mehrfache Tiefzwieseln verantwortlich. Hochzwiesel entsprechen oft der Fluchtreaktion vor einem einzelnen Neutronen-Teilstrahl, der den Baum in dieser Höhe trifft. Reale Beispiele zeigen die Fotos in Bild 9 aus dem Neutronen-Garten zu Niederwiesa.



Bild 9: Ein Vierer-Tiefzwiesel und ein Einfach-Hochzwiesel (Ikonen aus Bild 6) sind nur Einzelbeispiele aus dem Neutronen-Garten zu Niederwiesa, in dem - übereinstimmend mit seiner geologischen Besonderheit - das lebende Referenzsystem der Bäume eine Vielzahl von terrestrischen
Neutronenstrahlen „abbildet“.


Frei stehende Felsformationen weisen hier an einer Bergzunge auf eine besondere geologische Situation hin, die ein überaus merkwürdiges Konterfei im Bewuchs von ca. 55 teilweise sehr großen, von Neutronotropie geprägten Bäumen gefunden hat. Vergleicht man z.B. den hier ermittelten Anteil 15 % von Zwieselbäumen mit dem Betrag von < 5 % eines Bewuchses von 200 vergleichbaren Bäumen in kaum 300 m Entfernung (gleicher Berghang, jedoch deutlich andere, normale Geologie), so wird einem schon aus dieser Sicht die Merkwürdigkeit des Neutronen-Gartens bewusst.

Man findet übrigens unterhalb der Zwieselstelle oft die Kombination mit einer bzw. mehreren Abwehrbeulen, s. H.-D. Langer (2/2003). Auch dieses neutronotrope Phänomen kann man im Tiergarten von Ivenack reichhaltig studieren.

Schlussfolgerungen

Die Feinstruktur des terrestrischen Neutronenfeldes und die Neutronotropie als biophysikalisches Folgephänomen bringen eine unendliche Vielfalt von räumlichen Situationen der Teilchenverteilung und der physiologischen Reaktionen der Lebewesen hervor. Trotzdem sind in der Natur Ordnungsprinzipien nicht zu übersehen, die letztlich vor allem die Realstruktur und die Hydrostruktur der Erdkruste reflektieren.

Bäume als die größten Lebewesen der Erde, die zudem an den Standort gebunden sind, stellen somit naturgemäß ein visuell besonders auffälliges Referenzsystem dar. Ihre destruktiven Flucht-, Abwehr- und Untergangsreaktionen sowie die konstruktiven Effekte, z.B. Wuchskraftverstärkung, haben zur Folge, dass sie gewissermaßen das Neutronenfeld, letztlich, die Real- und Hydrostruktur der Erdkruste abbilden. Das ist faszinierend und ein völlig neuartiger Zugang zur Natur. In H.-D. Langer (2/2003) wurde z.B. auf diesen eigenartigen Zusammenhang näher eingegangen.

Den 8-zähligen Ley-Standort der Großen Eiche von Ivenack prägen zwar sehr zahlreiche Neutronenmoden, doch halten diese, bis auf wenige Ausnahmen, eine relativ große freie Kesselfläche vor, in der sich der Baum umso vitaler entfalten konnte. Die Stammneigung von ca. 10o ist allerdings Ausdruck dafür, dass sich der Koloss der Modenkonzentration auf der einen Seite seiner Stammperipherie durch Flucht zur anderen, weniger gestörten, zu entziehen sucht. Besonders hier im Fußbereich und an mehreren weiteren Stellen hat der Baum zudem als Schutzmaßnahme starke Beulen entwickelt, die offenbar bestimmte Modenanteile sowie einzelne auf ihn gerichtete Teilstrahlen „zerstreuen“, s. auch H.-D. Langer (1/2003). Auch an den Schnittstellen der Moden, die den Baum kreuzen, sind (einseitig des Stammes!) verschiedene Indizien für neutronotrope Reaktionen, wie Furchen, Stege, Beulen, horizontale Niedrigäste, Totäste, zu beobachten.

Messungen der Zuwachsrate des Stammdurchmessers dieser Eiche sind dem Autor nicht bekannt. Sie wären ein relativ einfaches Mittel zur Altersabschätzung. Legt man nämlich einen Durchmesser von 4 m und das angegebene Alter von 1.200 Jahren zugrunde, so errechnet sich ein mittlerer Zuwachs von 3,3 mm pro Jahr. Dies war sicher die Grundlage zur stattgefundenen Altersabschätzung für die vorgefundene Informationstafel, denn für deutsche Eichen wird der mittlere Jahreszuwachs der Breite von Baumringen zu ca. 2 bis 5 mm pro Jahr angegeben, H.-D. Langer (2/2003). Dieser Ansatz ist aus der Sicht der Neutronotropie jedoch ganz bestimmt völlig falsch und erinnert an die Situation der berühmten Sequoia „General Sherman“, der als 6.000-jähriger Baum mit dem größten Stammdurchmesser der Welt (an 9 m) in die Rekordlisten einging, bis man sich der Mühe unterzog, die aktuelle Zuwachsrate am Objekt genauer zu bestimmen. Sie ist nämlich so „klein“, dass im Jahr 2000 eine Alterskorrektur auf ca. 3.200 Jahre notwendig wurde, wie man aus dem Internet erfahren konnte.

Das gleiche Schicksal „droht“ nach Auffassung des Autors der Großen Eiche von Ivenack, falls einst nachgemessen wird. Sie steht auf einer Leykreuzung, die der Pflanze vermutlich eine enorme Wuchskraftverstärkung verleiht. Mit dem aus Erfahrung gar nicht so absurden Ansatz einer mittleren Durchmesser-Zuwachsrate von 10 mm erhält man nämlich z.B. nur noch ein Alter von 400 Jahren.

Auch die benachbarte Baumleiche steht auf einer Ley-Kreuzung. Der Standort ist allerdings durch ein relativ engmaschiges Schachbrett-Muster der Neutronen-Moden geprägt, so dass der einstämmige Baum auf Dauer keine Chance hatte. Der ähnliche Schrägwuchs der beiden Nachbarstämme könnte etwas mit den vier gemeinsamen Neutronenmoden des 8. Leys der Großen Eiche zu tun haben, die die Bäume im Fußbereich berührend attackieren. Der Zufall will es allerdings auch, dass in beiden Fällen weitere Modenkonzentrationen zangenartig anstehen, die sicher ebenfalls allein für die Flucht in etwa gleicher Richtung zuständig sein könnten. Der Knick im oberen Stammbereich der abgestorbenen Eiche, s. Bild 2, legt ein Ausweichmanöver vor schräg im Raum stehenden Neutronen-Teilstrahlen nahe, die möglicherweise aus dem Kreuzungsbereich A der Moden in Bild 5 kommen, wo ja gemäß Modellvorstellung zum Ursprung dieser und der Teilstrahlen, s. z.B. H.-D. Langer (1/2003), ursächlich eine starke Zerklüftung der Erdkruste vorliegt. Der Drehwuchs gemäß Bild 2 ist nach Modellvorstellung ein Zeichen für einen magnetischen Abwehrmechanismus, den der Baum in seiner Not - leider erfolglos - noch in Gang gesetzt hat, auf den an dieser Stelle jedoch nicht näher eingegangen wird.

Die so dramatisch unterschiedlichen Schicksale beider Bäume im Abstand von kaum 20 m sind im übrigen ein Indiz für ein schwerwiegendes Standortproblem, das mit konventionellen Argumenten der Biologie und Ökologie - z.B. Bodenqualität, Wasserversorgung, Mineralstoffzufuhr, Lichtverhältnisse, Klimaeinflüsse, Konkurrenzeinflüsse - nicht erklärt werden kann. Hier wird die Frage nach einem bisher unbekannten, sehr starken Einflussfaktor (wie ihn die postulierte Neutronotropie darstellt) besonders augenscheinlich.

Literatur

H.-D. Langer Das geophysikalische Standortproblem der Solitärbäume

Teil 2: Neutronotropie - Messergebnisse und Modellvorstellungen
Veröffentlichungen des Museums für Naturkunde Chemnitz, 21 (1998) S. 84-96

H.-D. Langer Neutronotropie und Radiästhesie
Vortr., Jahrestagung des Berufsfachverbandes der Geopathologen, Kassel (1998),
s. auch in Zeitschrift für gesundes Wohnen, Ausgabe 1 (1998) S. 23-25

H.-D. Langer (1/03) Das geophysikalische Standortproblem der Solitärbäume
Teil 3: Ein Testbaum, der einen Neutronen-Teilstrahl abbildet
zur Veröffentlichung eingereicht im Mai 2003 bei der Zeitschrift Veröffentlichungen
des Museums für Naturkunde Chemnitz

H.-D. Langer (2/03) Neutronotropie - Eine Darstellung anhand des Referenzsystems der Bäume
zur Veröffentlichung eingereicht im Juni 2003 bei der Zeitschrift Beiträge für
Forstwirtschaft und Landschaftsökologie der Fachhochschule Eberswalde


H.-D. Langer (3/03) Carnac - Eine Forschungsreise in die Steinzeit
z
ur Veröffentlichung eingereicht im August 2003 bei der Zeitschrift für
Geobiologie/Wetter-Boden-Mensch


R. Stephan Gefahren der Castortransporte für das Begleitpersonal
www.oneworldweb.de/castor/diskus/sonst/unbequem/gefahren.html

M. Molls Neutronen in der Tumortherapie - in Neue Forschungs-Neutronenquelle Garching
Sonderdruck der TU München (2002) S. 72

K.-H. Kerll Energie-Plätze
Eigenverlag, Münster (2002)

S. Kühn u.a. Deutschlands Bäume
blv Verlagsgesellschaft, München (2002)


Anschrift des Autors:

Dr. Hans-Dieter Langer
Neutronengarten zu Niederwiesa
Haus Ellen, Talstr. 53
09577 Niederwiesa
Tel.: 03726/721826





Stand: 13.10.2003
F.M.